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Wir Malweiber
und die Kunst
Jahrhunderte lang spielten Frauen als Künstlerinnen
im Bewußtsein der Öffentlichkeit kaum eine Rolle. Doch
heute setzen die Frauen in der Kunst deutliche Akzente.
Den Satz "Cogito ergo sum" des französischen
Philosophen René Descartes (1596-1650) hat Rosemarie Trockel 1988
als Protest gegen die Unterdrückung der Frau in einem Bild
festgehalten.
"Die Frau sitzt am Herd und strickt. Das Denken soll sie den Männern
überlassen." ...Nein! So nicht! protestiert Rosemarie Trockel.
Also fertigt sie ihr Bild "Cogito ergo sum" statt mit
dem Pinsel provokativ mit jenem Instrument, das den Identitätsverlust
der Frau über Jahrhunderte hinweg symbolisch festgeschrieben
hat: der Stricknadel.
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Simone de Beauvoir hat mit ihrer Forderung nach dem Recht der Frauen
auf Verschiedenheit eine neue Emanzipationsphase eingeleitet.
In diesem Sinn beziehen auch wir unsere Themen für
unser künstlerisches Schaffen nicht aus einer kämpferisch-feministischen
Polarisation. Wir sehen die Welt mit den Augen einer Frau: zwar unvollkommen,
aber voller Harmonie und Schönheit. Unsere Themen sind vor allem:
Landschaft und Natur, Mythen und Rituale, sinnliche Erfahrung und ganzheitliches
Sein.
Für uns gilt ein Satz von Pablo Picasso:
"Kunst wäscht den Staub des
Alltags von der Seele"
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